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Berechnung des IQ: Die Theorie


Zur Berechnung Ihres Intelligenzquotienten (IQ) haben wir folgende weltweit gebräuchliche Formel herangezogen:

formel

dabei steht:
* x - für die Anzahl der richtig beantworteten Fragen der Testperson
* mue - für den Durchschnitt der richtig beantworteten Fragen in der jeweiligen Altersgruppe
* sigma - für die Standardabweichung, die nach folgender Formel berechnet wird:

formel

dabei steht:
* n - für die Anzahl aller getesteten Personen
* xi - für die Anzahl der richtig beantworteten Fragen der Testpersonen
* xquer - für den Durchschnitt der richtig beantworteten Fragen aller getesteten Personen



Verteilung des IQ in der Bevölkerung

gauss-verteilung

Der mittlere IQ liegt in der deutschen Bevölkerung bei 100 mit einer Standardabweichung von 15. Das heißt, dass 68,27% der Bevölkerung einen IQ zwischen 85 und 115 haben. Nur ca. 2,27% der Bevölkerung haben einen IQ über 130, oft benutzt als Grenzwert für Hochbegabung oder unter 70, was als Grenze zur geistigen Behinderung betrachtet wird. Da die Zuverlässigkeit der Testergebnisse mit zunehmender Abweichung vom statistischen Mittel sinkt, hat der IQ außerhalb der Grenzen von 55 und 145 praktisch keine Bedeutung mehr. Es wäre zwar theoretisch denkbar, entsprechende Tests zu konstruieren, allerdings praktisch nicht durchführbar, da sich in diesem Bereich nur 0,26% der Bevölkerung befinden.



Geschichtliche Entwicklung des IQ


Intelligenz (lat.: intelligentia "Einsicht, Erkenntnisvermögen", intellegere "einsehen, verstehen") bezeichnet im weitesten Sinne die Fähigkeit zum Erkennen von Zusammenhängen und zum Finden optimaler Problemlösungen.

Da es unterschiedliche Bereiche von Problemstellungen gibt, werden auch unterschiedliche Arten von Intelligenz unterschieden. Eine gute allgemeine Definition dafür gibt Louis Leon Thurstone, der mit der Multiple-Faktoren-Theorie folgende Einzelfaktoren nennt: räumliches Vorstellungsvermögen, Rechenfähigkeit, Sprachverständnis, Wortflüssigkeit, Gedächtnis, logisches Denken und Wahrnehmungsgeschwindigkeit.

In der Psychologie ist Intelligenz ein Sammelbegriff für die kognitiven Fähigkeiten des Menschen, also die Fähigkeit, zu verstehen, zu abstrahieren und Probleme zu lösen, Wissen anzuwenden und Sprache zu verwenden. Im Rahmen der Persönlichkeitspsychologie möchte man quantitative Unterschiede der Intelligenz zwischen Menschen feststellen. Intelligenz wird in diesem Zusammenhang als Teilbereich der Persönlichkeit im weiteren Sinne gesehen.

Eine Maßzahl mit dem Ziel, das allgemeine intellektuelle Leistungsvermögen anzugeben, ist der Intelligenzquotient - IQ. Dieser Begriff wurde von Wilhelm Stern 1912 geprägt. Er verwendete für jede Altersstufe Aufgaben, welche Personen des entsprechenden Alters im Allgemeinen lösen konnten. Im Test begannen die Getesteten dann mit den Aufgaben für die unterste Altersstufe und arbeiteten sich so lange hoch, bis sie die Aufgaben nicht mehr lösen konnten. Kam ein 16-jähriger nur bis zu den Aufgaben der 14-jährigen, war er für sein Alter unterdurchschnittlich intelligent, kam er bis zu denen der 18-jährigen, überdurchschnittlich intelligent. Um diese Ergebnisse besser handhabbar zu machen, bildete Stern den Intelligenzquotienten: Er teilte das den gelösten Aufgaben entsprechende Intelligenzalter (IA) durch das tatsächliche Lebensalter (LA) der Person. Spätere Forscher multiplizierten das Ergebnis dann mit 100, um Nachkommastellen zu vermeiden.

Da bei Sterns Konzept immer mehr methodische Probleme auftauchten, wurde später von David Wechsler ein neues Intelligenzkonzept eingeführt, bei dem die Leistung des Einzelnen auf den Mittelwert der entsprechenden Altersklasse bezogen wird. Dabei wird so etwas wie das Intelligenzalter vermieden, der Begriff IQ ist dennoch bis heute erhalten geblieben.


Quelle: www.online-iq.de

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